{"id":2063,"date":"2021-05-05T20:23:00","date_gmt":"2021-05-05T20:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/followfichte.com\/?p=2063"},"modified":"2021-05-07T21:08:29","modified_gmt":"2021-05-07T21:08:29","slug":"1000-days-in-canada-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/followfichte.com\/de\/1000-days-in-canada-1\/","title":{"rendered":"1000 Tage Kanada (1\/2)"},"content":{"rendered":"<p><em>Am 17. Juni 2021 wird es genau 1000 her gewesen sein, dass ich von Deutschland nach Kanada ausgewandert bin. Und dann sind es nur drei weitere Monate, bis ich mich zumindest theoretisch f\u00fcr die kanadische Staatsb\u00fcrgerschaft bewerben k\u00f6nnte; es wird also Zeit, einen ersten kleinen R\u00fcckblick, oder vielmehr eine \u00dcbersicht zu geben dar\u00fcber was im kanadischen Alltag anders abl\u00e4uft als im deutschen. Eines vorweg: die Auswanderung bereue ich bisher nicht. Im Ausland leben und arbeiten war bisher ein Abenteuer mit all seinen H\u00f6hen und Tiefen, und Erlebnissen, von denen ich die meisten nicht missen m\u00f6chte. Meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke werde ich in diesem ersten Teil des Artikels in drei Abschnitte gliedern:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kultur, Mentalit\u00e4t und Sprache<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klima, Wetter und Natur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verkehrswesen und Infrastruktur<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Im <a href=\"https:\/\/followfichte.com\/de\/1000-days-in-canada-2\/\"><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">zweiten Teil<\/span><\/a> gehe ich dann auf vier weitere Aspekte ein:<\/em> <em>Lebenskosten, \u00d6ffentliche Einrichtungen, Dienstleistungen, und Events, Gesundheit und Essen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>*Disclaimer: Ich schreibe aus der Ottawa-Perspektive; Menschen an der K\u00fcste oder im mittleren Westen oder im hohen Norden haben sicherlich ganz andere Ansichten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kultur, Mentalit\u00e4t und Sprache<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>`Tschuldigung, ich bin nett<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kanadier sind f\u00fcr ihre offene Art und stets freundliche Einstellung bekannt. Etwas, wovon man als Deutscher mitunter gut etwas mehr gebrauchen kann, sollte man meinen. Und es stimmt, f\u00fcr buchst\u00e4blich alles wird sich entschuldigt, es gibt Unmengen freundlichen Small-Talks unter Fremden, und als sich die Welt noch nicht hinter Masken verstecken musste sah man tats\u00e4chlich auch mehr Menschen l\u00e4cheln als das in Deutschland der Fall war. Es ist leicht, miteinander auszukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuweilen hat das aber auch seinen Preis. Es scheint, also ob (zumindest manche) Kanadier ihren Druck passiv-aggressiv hinterm Steuer ablassen; es wird zwar nicht gehupt oder geschimpft, aber irgendwie f\u00fchlt sich das Fahren auf kanadischen Stra\u00dfen viel unentspannter an als z.B. in den USA oder Deutschland. Kaum jemand h\u00e4lt sich an die (zugegebenerma\u00dfen teilweise fast l\u00e4cherlichen) Geschwindigkeitsbegrenzungen, \u00fcberholen auf allen Seiten, fahren dicht auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Deutscher w\u00fcnscht man sich manchmal auch jemanden mit dem man sich gemeinsam \u00fcber Dinge aufregen kann. Auf Arbeit, zum Beispiel, kann es ja fast schon heilsam sein, sich mit Kollegen \u00fcber bestimmte Prozesse oder Regeln auszulassen. Kanadier regen sich ja nichteinmal \u00fcber das Wetter auf (und dazu g\u00e4be es hier allen Grund!). Es gibt zwar durchaus einige, die beispielsweise den langen und kalten Winter nicht m\u00f6gen, aber es wird sich kaum negativ dar\u00fcber ge\u00e4u\u00dfert. (Wohingegen ich als Deutscher mich ja offensichtlich schon dar\u00fcber aufregen kann, dass sich andere nicht aufregen).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Parlez-vous Franz\u00f6sisch?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kanada ist offiziell zweisprachig \u2013 Englisch und Franz\u00f6sisch. Und w\u00e4hrend es in der Provinz Quebec so gut wie unm\u00f6glich ist, nur mit Englischkenntnissen zurechtzukommen, ist es im Rest des Landes unm\u00f6glich, die franz\u00f6sische Sprache zu ignorieren; insbesondere hier in Ottawa. Alles wird in beiden Sprachen kommuniziert: Stra\u00dfenschilder, Lebensmittelverpackungen, offizielle Webseiten, Flyer, Beh\u00f6rdenpost, Ansagen im \u00f6ffentlichen Nah- und Fernverkehr, und selbst der Premierminister h\u00e4lt seine Reden sowohl in Englisch als auch in Franz\u00f6sisch. Potentiell ja eine gro\u00dfartige Gelegenheit, an den eigenen Sprachkenntnissen zu arbeiten. Davon abgesehen jedoch kommt einem das aus europ\u00e4ischer Perspektive beinahe l\u00e4cherlich vor und kann zeitweise auch ziemlich nerven \u2013 in Telefonhotlines zum Beispiel, wenn jedes einzelne Men\u00fc in zwei Sprachen vorgelesen wird.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie weit ist ein Kilo Fahrenheit pro Gallone?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ok, sp\u00e4testens hier w\u00fcrde jeder Europ\u00e4er verr\u00fcckt werden. Inklusive der Briten. Ma\u00dfeinheiten in Kanada sind ein gro\u00dfes Durcheinander und es ist komplizierter als in den USA (wo zumindest konsequent ein System verwendet wird). Kanadier verwenden sowohl das metrische (offiziell) als auch das imperiale (angloamerikanische) System, abh\u00e4ngig vom jeweiligen Kontext. Sie benutzten auch sowohl Grad Celsius als auch Grad Fahrenheit, um Temperaturen zu messen. Auch wieder abh\u00e4ngig vom Kontext. Ein paar am\u00fcsante Beispiele:<\/p>\n\n\n\n<p>In der K\u00fcche wird Fahrenheit verwendet (beim Backen, Temperaturen im K\u00fchlschrank). Wenn man drau\u00dfen ist, nimmt man Celsius (Lufttemperatur). Oh, wenn man allerdings die Wassertemperatur von Pools misst (egal ob im Freien oder drinnen), hei\u00dft es wieder Fahrenheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man gro\u00dfe Entfernungen misst, dann wird das metrische System verwendet (z.B. Kilometerangaben auf Stra\u00dfenschildern); au\u00dfer es handelt sich um Z\u00fcge, dann nimmt man Meilen. Wenn kleine Entfernungen oder Fl\u00e4chen gemessen werden, dann greift man wiederum auf das imperiale System zur\u00fcck (K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe in Fu\u00df und Inches, Wohnfl\u00e4chen in Quadratfu\u00df). Wenn es sich hingegen um gro\u00dfe Distanzen im Laufsport handelt, dann muss man wissen, dass ein Marathon 26 Meilen und 385 Yards lang ist.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Massen und Volumen habe ich noch gar keine nachvollziehbare Logik gefunden, und es kann sehr un\u00fcbersichtlich werden. Beim Einkaufen: Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse werden im Regal mit Dollar pro Pfund ausgepreist. Auf dem Kassenzettel steht dann allerdings nur noch der Kilopreis. Manche Produkte werden standardisiert in unrunden Portionen verkauft, weil sie in einem System gewogen, und im anderen ausgepreist werden (ein standardisiertes St\u00fcck Butter wiegt ein Pfund, auf der Packung steht dann aber nur 454 Gramm). Rohes Fleisch wird in Pfund gewogen, Feinkostfleisch hingegen in Gramm. Ich kaufe Milch in der Literflasche, in Backrezepten wird dann aber auf einmal alles in \u201eCups\u201c (Tassen) angegeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/preview.redd.it\/k1brffgbngk31.png?width=681&amp;format=png&amp;auto=webp&amp;s=8cc428c345b687a3f79d8e481561781f38d0630e\" alt=\"\"\/><figcaption><em>Von <a href=\"https:\/\/preview.redd.it\/k1brffgbngk31.png?width=681&amp;format=png&amp;auto=webp&amp;s=8cc428c345b687a3f79d8e481561781f38d0630e\">Reddit<\/a>: Eine grobe Einteilung wie Kanadier die Dinge messen<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klima, Wetter und Natur<\/h2>\n\n\n\n<p>Ottawa ist ein genialer Ort f\u00fcr alle, die die Extreme des Kontinentalklimas m\u00f6gen. Sehr kalte Winter, sehr hei\u00dfe Sommer, und jede Menge Sonnenschein. Das fasst es im Grunde gut zusammen. Winter k\u00f6nnen ziemlich lang werden, mit etwas Schnee ab Ende Oktober, richtig viel Schnee ab Anfang Januar, und im Jahre 2019 hatten wir Schneest\u00fcrme bis in den April hinein. Dieses Jahr ist mein erstes, in dem es einen richtigen Fr\u00fchling gibt; 2019 und 2020 wechselte es beinahe abrupt vom Winter in den Sommer, gegen Ende Mai. Zwischen Juni und August kann es gut und gern \u00fcber 35\u00baC hei\u00df werden. Der Herbst ist die ansehnlichste Jahreszeit mit all den Ahornb\u00e4umen, die ihre Bl\u00e4tter in die unterschiedlichsten Farben f\u00e4rben, von den unterschiedlichsten Gelbschattierungen, \u00fcber rot bis hin zu pink. Ab und zu wird auch mal ein Tornado gesichtet, es gibt \u00dcberschwemmungen, oder extreme Schneemassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"408\" src=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/winterpic.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2083\" srcset=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/winterpic.png 650w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/winterpic-300x188.png 300w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/winterpic-16x10.png 16w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich bin generell ziemlich anpassungsf\u00e4hig (generell allerdings auch nicht der gr\u00f6\u00dfte Winterfan), sodass der <a href=\"https:\/\/followfichte.com\/de\/summer-in-ottawa\/\"><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">hei\u00dfe Sommer<\/span><\/a> und <a href=\"https:\/\/followfichte.com\/de\/colourful-canada-in-fall\/\"><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">wundersch\u00f6ne Herbst<\/span><\/a> im Gro\u00dfen und Ganzen eine gute Entsch\u00e4digung f\u00fcr die lange und schneereiche <a href=\"https:\/\/followfichte.com\/de\/surviving-the-first-winter\/\"><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">kalte Saison<\/span><\/a>sind. Nichtsdestotrotz wird es bald Zeit, mal eine andere Klimazone auszuprobieren \u2013 und davon gibt es in Kanada ja gl\u00fccklicherweise einige!<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt hier noch eine f\u00fcnfte Saison \u2013 Bug Season! So sehr die Kanadier ihre gro\u00dfen National- und Provinzialparks lieben, so sehr versuchen Jahr f\u00fcr Jahr stechende Insekten diese Freude zu vermiesen. Unz\u00e4hlige M\u00fccken und Black Flies (Kriebelm\u00fccken) tauchen zwischen Ende Mai und August \u00fcberall dort auf, wo es Wasser gibt, also quasi \u00fcberall, sobald man aus der Stadt raus ist. Und falls das M\u00fcckenspray nicht ausreicht, kann man hier entsprechend M\u00fccken-Jacken inklusive Kopf- und Gesichtsbedeckung kaufen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kanada ist ber\u00fchmt f\u00fcr seinen vielen Platz und die Vielfalt in Klima, Landschaften, Nationalparks, Gebirge, K\u00fcsten. Man kann Grizzlyb\u00e4ren im Yukon beobachten oder Eisb\u00e4ren im hohen Norden, die Rocky Mountains besteigen, die endlose Prairie beradeln, sich von den Niagaraf\u00e4llen begeistern lassen, oder zwei verschiedene Ozeane besegeln. Alles Dinge, von denen ich die meisten in den ersten 1000 Tagen nicht untergebracht habe; also genug Grund, noch ein bisschen l\u00e4nger zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-wide\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verkehrswesen: Von Distanzen, Stra\u00dfenzustand und riesigen Autos<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Verkehrs- und Transportwesen mit all seiner Infrastruktur und den Gewohnheiten der Bev\u00f6lkerung mag einer der gr\u00f6\u00dften Unterschiede zu sein zwischen Kanada und Deutschland. In einem Land, in dem alles \u00fcber viel gr\u00f6\u00dfere Distanzen ausgedehnt ist, ist der Besitz eines Autos viel verbreiteter (und oft auch notwendig). \u00d6ffentlicher Personennahverkehr ist unterdurchschnittlich, auch teuer, und ich wei\u00df nicht, ob das der Grund oder das Ergebnis der vielen Fahrzeuge im Privatbesitz ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gro\u00dfe Autos, billiges Benzin, schlechte Stra\u00dfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Selbst innerhalt der Stadtgrenzen sieht man viele und viel zu gro\u00dfe Autos und Pickup Trucks. F\u00fcr Kanadier ist es nicht ungew\u00f6hnlich, irgendwo au\u00dferhalb der Stadt ein Cottage (H\u00fctte, kleines Ferienhaus) zu besitzen, welches dann auch oft Autos mit genug Ladefl\u00e4che und Offroad-Kapazit\u00e4t voraussetzt. In den Vororten gibt es zudem einfach auch genug Platz, um gro\u00dfe Autos zu parken, und das Benzin ist verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstig. Wenn ich mit meinem alten VW Golf durch Ottawa fahre, w\u00fcnsche ich mir manchmal auch ein Fahrzeug mit dickeren Reifen und besseren Sto\u00dfd\u00e4mpfern \u2013 die Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse sind nicht die besten. Nach \u00fcber zwei Jahren gew\u00f6hnt man sich ein bisschen daran, aber einige der riesigen Schlagl\u00f6cher w\u00fcrden in Deutschland mindestens mal eine Klage gegen irgendeine Beh\u00f6rde nach sich ziehen\u2026 und wieder ist die Frage: sind die Stra\u00dfen so schlecht wegen der schweren Autos, oder die gro\u00dfen Autos notwendig wegen der schlechten Stra\u00dfen? Ein wichtiger Faktor hier ist mit Sicherheit das raue Klima. Im Winter wird tonnenweise Salz gestreut um die Stra\u00dfen eisfrei zu halten, und jede Nacht gefriert\u2019s dann doch wieder und bricht den Asphalt auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Busse und Z\u00fcge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Monatskarte in Ottawa kostet in etwa dasselbe wie eine in Berlin. Was man daf\u00fcr bekommt, ist allerdings ganz und gar nicht dasselbe: keine U-Bahn oder S-Bahn, keine Stra\u00dfenbahn. Lediglich ein Netzwerk lauter und dreckiger Dieselbusse, unp\u00fcnktlich, ineffizient, und langsam. Der \u00d6PNV ist dann auch eines der wenigen Dinge, \u00fcber die sich die B\u00fcrger dann auch gern mal aufregen (au\u00dferdem noch die lokale Regierung). In meinem ersten Winter kam es sehr h\u00e4ufig vor, dass ich 45 Minuten oder mehr auf einen Bus warten musste, der eigentlich alle 15 Minuten kommen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>In den vergangenen Jahren gab Ottawa Millionen von Dollar f\u00fcr ein lokales Zugsystem, so eine Art S-Bahn aus. Irgendwann wird das sicherlich den Nahverkehr sinnvoll bereichern, mit nur zwei Linien aber nat\u00fcrlich viel zu klein f\u00fcr eine Millionenstadt. Ob ihr es glaubt oder nicht: Wenn man von der Innenstadt zum internationalen Flughafen m\u00f6chte, muss man mindestens einmal umsteigen. Und es dauert mindestens doppelt so lang, wie mit dem Auto.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt in Kanada auch ein Fernverkehrs-Zugsystem. Tats\u00e4chlich eine sehr angenehme Art zwischen Ottawa und Montreal oder Toronto oder Quebec City, oder, wenn man m\u00f6chte, die ganze Strecke Richtung Westen nach Vancouver (falls man sich die 2 vollen Tage oder so Zeit nehmen m\u00f6chte) zu reisen. Die Fernz\u00fcge sind sicherlich nicht die schnellsten, aber die Preise sind vern\u00fcnftig, der Komfort ziemlich gut, und au\u00dferdem eine interessante Erfahrung ganz allgemein: man kauft sein Ticket vor der Fahrt, und wartet dann innerhalb des Bahnhofs bis der Zug angekommen ist und die Passagiere ausgestiegen sind, bevor dann alle neuen Fahrg\u00e4ste zusteigen k\u00f6nnen. Sehr \u00e4hnlich wie am Flughafen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/rails.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2076\" width=\"650\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/rails.png 650w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/rails-300x159.png 300w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/rails-16x8.png 16w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Flugverkehr<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kanadische Inlandsfl\u00fcge von Ost nach West oder zur\u00fcck sind oft teurer als Fl\u00fcge in die Karibik und manchmal sogar teurer als Fl\u00fcge nach Europa. Wie auch bei den Internetkosten oder Kosten f\u00fcr die Autoversicherung \u2013 manche Dinge in Kanada sind einfach ma\u00dflos \u00fcberteuert.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessanterweise gibt es im hohen Norden Kanadas kleine St\u00e4dte und Gemeinden, die man \u00fcberhaupt nicht \u00fcber Land erreichen kann (obwohl sie auf dem Festland liegen). Wer da hin will, ist auf ein Flugzeug angewiesen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Im zweiten Teil erz\u00e4hle ich von Lebenskosten, \u00f6ffentlichen Einrichtungen und Events, Gesundheit und Essen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/followfichte.com\/de\/1000-days-in-canada-2\/\"><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>On June 17, 2021, it\u2019s been exactly 1000 days since I immigrated from Germany to Canada. 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