{"id":74,"date":"2018-06-04T08:32:37","date_gmt":"2018-06-04T08:32:37","guid":{"rendered":"http:\/\/followfichte.com\/?p=74"},"modified":"2024-11-08T19:38:27","modified_gmt":"2024-11-08T19:38:27","slug":"half-way-there","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/followfichte.com\/de\/half-way-there\/","title":{"rendered":"Ironman 70.3 Kraichgau 2018"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was f\u00fcr ein Rennen!<\/strong><\/p>\n<p>Als ich mich f\u00fcr meinen ersten halben Ironman (oder auch Ironman 70.3 - basierend auf der Gesamtstrecke in Meilen) angemeldet hatte, glaubte ich noch nicht so recht daran, eine solche Strecke jemals am St\u00fcck absolvieren zu k\u00f6nnen. Zwar hatte ich zu der Zeit bereits viel trainiert - aber allein die Vorstellung, w\u00e4hrend eines einzigen Wettkampfes nahezu sechs Stunden Ausdauersport zu treiben, klang nach wie vor alles andere als machbar. Naja, aber was solls - die Anmeldung und schon allein die damit verbundenen 300+ Euros bedeuteten zumindest einen Motivationsschub. Das war im November 2017, sieben Monate vor dem Wettkampf.<\/p>\n<p>Gestern, nach nunmehr sechs Monaten kontinuierlichen Trainings (allerdings ohne konkreten Trainingsplan), habe ich meinen ersten Ironman 70.3 im Kraichgau beendet - mit einer f\u00fcr mich beeindruckenden Zeit von 5:39 Stunden! Das allermeiste hat besser geklappt als erwartet - das Schwimmen war gro\u00dfartig, die Radstrecke lag mir gut, und der Lauf bei 30 Grad war anstrengend aber machbar.<\/p>\n<figure id=\"attachment_112\" aria-describedby=\"caption-attachment-112\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-112 size-medium\" src=\"http:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/finisher-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/finisher-300x300.jpg 300w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/finisher-150x150.jpg 150w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/finisher.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-112\" class=\"wp-caption-text\">Mein bislang l\u00e4ngster Triathlon: Geschafft!<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Die Vorbereitungen<\/h3>\n<p>Der Wettkampfmorgen ist immer irgendwie speziell - und das nicht unbedingt im positiven Sinne. Nervosit\u00e4t, Ungewissheit, gemischte Gef\u00fchle und die st\u00e4ndige Frage, was man am besten fr\u00fchst\u00fccken sollte. Und nat\u00fcrlich: Habe ich genug trainiert? Habe ich klug genug trainiert? Wenigstens schien sich das Wetter ganz vielversprechend zu entwickeln. Nach einem leichten Fr\u00fchst\u00fcck (Joghurt, M\u00fcsli, Kaffe) habe ich schlie\u00dflich meine sieben Sachen (gef\u00fchlt meine tausend Sachen) zusammengepackt und mich auf den Weg gemacht; zusammen mit meiner Frau und gr\u00f6\u00dften Unterst\u00fctzerin. Nach etwa 35 Fahrminuten sind wir am Wettkampfort Ubstadt-Weiher angekommen, und marschierten den letzten Kilometer zum Startbereich. Ein letzter Rad-Check, Wasserflaschen und Verpflegung hinterlegen, und dann ab zum See. Tausende Menschen waren bereits dort, Athleten und Zuschauer. Als die Organisatoren dann Bekanntgaben, dass wir im Neoprenanzug schwimmen durften (Wassertemperatur: 23,9 Grad), war ich erleichtert; es ist dank seines Auftriebes und die dadurch bessere Wasserlage um ein Vielfaches leichter, im Neo zu schwimmen.<\/p>\n<p>Nachdem die Profi-Athleten ihr Rennen um 9:00 Uhr gestartet hatten, suchte ich meinen Weg durch hunderte Altersklassenathleten bis hin zur Warteschlange meiner entsprechenden Schwimm-Leistungsklasse. Der Wettkampf w\u00fcrde mit einem sogenannten <em>rolling start<\/em> beginnen - alle 5 Sekunden werden eine Handvoll Athleten ins Wasser gelassen. Dadurch wird das gesamte Feld von \u00fcber 2000 Athleten etwas entzerrt und jeder erh\u00e4lt ausreichend \u00dcberlebenschancen... der Nachteil dabei: Wenn man sich als langsamer Schwimmer, wie ich, eher am Ende einsortiert, dauert es gut und 40 Minuten oder l\u00e4nger bis man schlie\u00dflich dran ist - was sich mitunter unsch\u00f6n anf\u00fchlt, im 4mm dicken, schwarzen Neoprenanzug in der prallen Sonne.<\/p>\n<figure id=\"attachment_104\" aria-describedby=\"caption-attachment-104\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-104 size-medium\" src=\"http:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/ironmate-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/ironmate-300x300.jpg 300w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/ironmate-150x150.jpg 150w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/ironmate.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-104\" class=\"wp-caption-text\">Meine Frau: Ironmate<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Schwimmen: 1,9km<\/h3>\n<p>Schlie\u00dflich war ich an der Reihe. Im Vorfeld hatte ich bereits ein paar Trainingseinheiten im selben See gemacht, um mit den Gegebenheiten vertraut zu sein. Damit lief es am Wettkampftag entsprechend perfekt. Keine K\u00e4mpfe im Wasser, genug Platz um mich herum, gute Sicht von Boje zu Boje. Ich konnte gleichm\u00e4\u00dfig schwimmen, ab und zu auch mal jemanden \u00fcberholen. Die ersten 500m f\u00fchlten sich gro\u00dfartig an, aber ich behielt die Geschwindigkeit bei. Es war eine gute Entscheidung, \u00fcber die gesamte Strecke nicht schneller zu werden und unn\u00f6tig Energie zu verbrauchen - als ich endlich den Ausstiegpunkt erreicht hatte und aus dem Wasser stieg, konnte ich meiner Zeit kaum glauben: 36 Minuten! Sicherlich keine Weltklasse, aber immerhin meine pers\u00f6nliche Bestzeit f\u00fcr 2km schwimmen. Auf dem Weg zur Wechselzone wurde ich auch noch kr\u00e4ftig von meiner Frau angefeuert, was mir einen zus\u00e4tzlichen Energieschub gab.<\/p>\n<figure id=\"attachment_108\" aria-describedby=\"caption-attachment-108\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-108 size-medium\" src=\"http:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/swim-exit-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/swim-exit-300x300.jpg 300w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/swim-exit-150x150.jpg 150w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/swim-exit.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-108\" class=\"wp-caption-text\">Mit guter Laune aus dem Wasser<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Rad fahren: 90km<\/h3>\n<p>Thanks to the heat, I was able to take off my wetsuit faster than expected; after putting on some additional sun cream and carefully changing some clothes, I headed towards my bike and then off to the road. The first 10 kilometres were quite flat, which allowed me to find a steady rhythm and get used to the cycling. It also gave me the chance to start refueling early during the race which proved to be a good strategy. After 20 minutes, the terrain started to get hilly &#8211; a total altitude of almost 1000 meters were to be covered throughout the full 90 kilometres. Prior to the race I only did four training rides longer than 80k &#8211; which seemed to be enough; during the competition (and due to my continuous calorie intake on the bike) the cycling part was steady, fast, and painless &nbsp;&#8211; I didn&#8217;t expect to manage the distance in less than three hours (and more than 4 litres of water)!<\/p>\n<h3>Laufen: 21,1km<\/h3>\n<p>Gegen Ende der Radstrecke hatten die Lufttemperaturen ihre 30 Grad erreicht. Obwohl Hitze beim Sport eigentlich gut vertrage, erschien es mir nahezu unm\u00f6glich, nach nun bereits vier Stunden Bewegung noch einen Halbmarathon zu laufen... entsprechend schlecht f\u00fchlten sich auch die ersten sechs Kilometer an. Mein urspr\u00fcngliches Prim\u00e4rziel war es, die Laufstrecke in weniger als zwei Stunden zu schaffen (Sekund\u00e4rziel: 1:45). Im ersten Drittel jedoch kamen gr\u00f6\u00dfere Zweifel auf, ob ich \u00fcberhaupt zu Ende laufen k\u00f6nnte. Hier halfen die tausenden Zuschauer und insbesondere meine Frau und ein paar unerwarteter Weise erschienene Freunde an der Laufstrecke, diese Phase zu \u00fcberwinden; nach etwa sieben Kilometern wurde es besser und endlich konnte ich den Wettkampf auch wieder etwas genie\u00dfen. Eine Stunde und 55 Minuten sp\u00e4ter \u00fcberquerte ich endlich die Ziellinie und beendete erfolgreich meinen ersten halben Ironman in 5:39 Stunden - schneller als erwartet!<\/p>\n<h3>Nachbetrachtung<\/h3>\n<p>Da ich vor diesem an noch keinen ernsthaften Triathlon teilgenommen hatte war ich mir nicht sicher, ob mir die l\u00e4ngeren Distanzen tats\u00e4chlich \u00fcberhaupt liegen w\u00fcrden. Allerdings f\u00fchlten sich die fast sechs Stunden Triathlon weniger anstrengend an als einen vierst\u00fcndigen Marathon zu laufen. Entsprechend werde ich wohl auf die volle Distanz erh\u00f6hen - nur eine Frage der Zeit und des Trainings. Zur\u00fcckblickend auf die vergangenen sechs Monate und den vergangenen Wettkampf selbst, w\u00e4ren dann allerdings ein paar Dinge in Erw\u00e4gung zu ziehen:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Einen Trainingsplan finden und daran halten<\/em><br \/>\nObwohl es ja offensichtlich auch ohne ging, habe ich wahrscheinlich qualitatives durch quantitatives Training kompensiert. Das wird f\u00fcr einen Langdistanz-Triathlon wohl nicht mehr funktionieren.<\/li>\n<li><em>Einen Coach in Erw\u00e4gung ziehen<\/em><br \/>\nUm das meiste aus seinem Trainingsplan herauszuholen und ihn auf meine individuellen Trainingsbed\u00fcrfnisse anzupassen kann es sehr n\u00fctzlich sein, einen erfahrenen Triathleten oder Trainer zu Hilfe zu nehmen.<\/li>\n<li><em>Kl\u00fcgeres Schwimmtraining<\/em><br \/>\nMein bisheriges Schwimmtraining sah im Grunde immer wie folgt aus: In den Pool steigen - 2km schwimmen - aus dem Pool rausklettern. Kein Techniktraining, kein Geschwindigkeits- o der Atemtraining, keine Orientierungs\u00fcbungen. W\u00e4hrend meines <a href=\"http:\/\/followfichte.com\/de\/training-camp-1000k-in-istria\/\">diesj\u00e4hrigen Triathloncamps<\/a> hatte ich erfahren, wie vielf\u00e4ltig eine gute Schwimmeinheit sein kann. Das dann in meinen eigenen Trainingsplan einzuarbeiten, ist eine komplett andere Geschichte...<\/li>\n<li><em>Ern\u00e4hrung<\/em><br \/>\nEs ist sehr unangenehm, diese ganzen Energieriegel auf der Radstrecke in sich reinzustopfen; hier w\u00e4re eine Alternative hilfreich, vielleicht sogar was Selbstgemachtes - schmeckt besser und spart Geld.<\/li>\n<li><em>Training an die Gegebenheiten im Wettkampf anpassen<\/em><br \/>\nDie Idee war sehr gut, ein paar meiner Trainingseinheiten im Wettkampfsee und auf der Radstrecke zu absolvieren. Den restlichen Gro\u00dfteil meiner Einheiten habe ich allerdings \u00fcberhaupt nicht angepasst an die geographischen Gegebenheiten vor Ort. Fast mein gesamtes Rad- und Lauftraining habe ich komplett flachen Gegenden durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<li><em>Gehend durch die Verpflegungsstationen<\/em><br \/>\nDieser Wettkampf war der erste, in welchem ich konsequent s\u00e4mtliche Verpflegungsstationen auf der Laufstrecke gegangen bin. Somit konnte ich gut die jeweils 100-200 Milliliter Wasser oder Cola aufnehmen. Das hat bestens funktioniert.<\/li>\n<li><em>Langsam beginnen um stark zu beenden<\/em><br \/>\nDuring my prior competitions (mostly &nbsp;marathons, half-marathons and 10k road races) I tended to start off too fast, not having enough energy left during the final kilometres. This time, I pace myself more efficiently, especially on the bike &#8211; although I usually tend to push too hard in the beginning, during this competition I didn&#8217;t.<\/li>\n<li><em>Mehr Zubeh\u00f6r kaufen!<\/em><br \/>\nOh yes, that&#8217;s what triathlon is all about \ud83d\ude09 Buying equipment keeps one motivated (although it not necessarily makes you faster&#8230;). I&#8217;d like to upgrade from my road bike to a dedicated triathlon machine; a power meter on the bike could increase the efficiency of my cycling training.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-110 size-full\" src=\"http:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/wechselbeutel.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/wechselbeutel.jpg 1000w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/wechselbeutel-300x98.jpg 300w, https:\/\/followfichte.com\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/wechselbeutel-768x251.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wow, what a Race! When I registered for my first half-distance Ironman (or, more commonly, referred to as Ironman 70.3 &#8212; based on the total number of miles covered) I [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":117,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_exactmetrics_skip_tracking":false,"_exactmetrics_sitenote_active":false,"_exactmetrics_sitenote_note":"","_exactmetrics_sitenote_category":0,"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[37,11],"table_tags":[],"class_list":["post-74","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mywaytoironman","tag-race-report","tag-swimcyclerun"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=74"}],"version-history":[{"count":17,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2889,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/74\/revisions\/2889"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=74"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=74"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=74"},{"taxonomy":"table_tags","embeddable":true,"href":"http:\/\/followfichte.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/table_tags?post=74"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}